Rasse-Info!!!!

                                         © by C. Roschlak

Chartreux, Kartäuser, Britisch Kurzhaar und Europäisch Kurzhaar
 

Die Chartreux ist eine sehr alte Rasse.
Die Legende, dass diese Katzen von einem Kartäuserkloster am Kap der guten Hoffnung abstammen, kann wohl heute als unwahr at Acta gelegt werden. Die wahren Ursprünge der Chartreux liegen in den gebirgigen Regionen an den Südgrenzen des alten russischen Reiches (nun Teile von Iran, Türkei und Irak). Diesen Katzen nannte man zuerst Syrerkatzen, Zypernkatzen und Malta-Katzen. Diese Namen zeigen die Reisewege der Ritter und Kaufleute an, die diese Katzen nach den Kreuzzügen als erste nach Westeuropa brachten.

Schon im 16.Jahrhundert werden blaugraue Katzen in der Literatur erwähnt. Im Buch "The Chartreux Cat" (Jean Simonnet) kann man Zitate von Naturforschern des 17.Jahrhunderts nachlesen, die die Chartreux als erste, einzigartige Rasse klassifizieren. Hier findet man auch ein Foto eines um 1600 entstandenen Gemäldes einer Syrerkatze - im Erscheinungsbild identisch zu den heutigen Chartreux. Im Jahr 1735 wird die Kartäuser ausdrücklich von dem Naturwissenschaftler Linne, in seinem ersten Bestimmungsbuch aufgeführt.

Um Mitte 1930 begann dann eine französische Katzenliebhaberin gezielt mit der Zucht der blauen Kartäuser. Sie züchtete unter dem Zwingernamen "de Guerveur", der sogar in einigen Stammbäumen noch zu finden ist. Das war also die französische, rein kurzhaarig gezüchtete, später selektierte Form der blauen "Chartreux", wie wir sie heute nennen (siehe nach folgende Standardbeschreibung).

Allerdings kannten auch die Engländer die blaue Kurzhaarkatze und zwar züchteten sie diese Farbe schon eher, d.h. ca. 30 Jahre früher als die Franzosen. Wahrscheinlich entstanden die Blauen dort auch aus beispielsweise schwarzen Hauskatzen, deren Erscheinungsbild durch Einkreuzung blauer Perser so zu sagen "verfeinert" wurde. Diese Katzen nannte man dann "Britisch Blue".

Zur gleichen Zeit, teilweise sogar etwas früher, gab es in England auch andere Kurzhaar-Farben, z.B. Schwarz, Weiß, Tabby oder Bicolour. Diese Farben wurden schon auf Katzenausstellungen prämiert; man nannte diese Rasse dann konsequenterweise "Britisch Shorthair".

Durch die beiden Weltkriege litt natürlich auch die Katzenzucht sehr. Erst ab 1950 begann man wieder verstärkt mit der Züchterei. Es gab nun keine "Britisch" Zuchtkater mehr, so dass man wieder auf Perser zurückgreifen musste. Es hat sogar Züchter gegeben, die einen blauen Orientalen als Kater genommen haben und damit der Rasse mehr geschadet als genützt haben.

Erst im Jahr 1976 wurde ein Standard für die Britisch Shorthair in Kraft gesetzt, der auch die Britisch Blue einschloss, d.h. die Blauen zählten als eine Farbvarietät unter vielen anderen.

In Deutschland hatte man nun beide Varianten, einmal die französische, etwas schlankere, dunklere und reinerbig kurzhaarige; zum Anderen den britischen Typ, sehr viel runder im Kopf durch die Einkreuzung von Persern, meist mit hellerem, aber auch etwas längerem flauschigerem Fell.

Deutsche Züchter kombinierten nun diese Zuchtformen und erhielten Katzen, welche die Vorteile beider Varianten erhielten. Einen guten Typ und kurzes Fell. Diese Katzen wurden nun im deutsch sprachigen Raum als "Kartäuser" bekannt.

Nur - es schlossen sich weder die Franzosen noch die Engländer dieser Zuchtpraxis an. Die Franzosen beharrten verständlicherweise auf ihren Original "Chartreux", die Engländer auf ihre "Britisch Blue". So kam es 1977 in der FIFe zur Abtrennung des Standards der französischen Chartreux und dem der Britisch Blue. Alle zu dieser Zeit in Deutschland als "Kartäuser" gezüchteten Tiere wurden aufgeteilt und entweder der einen oder anderen Kategorie zugeordnet.

Die Blauen hießen von Stunde an laut Stammbaum entweder "Chartreux" oder "Britisch Kurzhaar blau (Kartäuser)". Der Zusatz "Kartäuser" blieb auf Wunsch der deutschen Züchter in Klammern erhalten.

Nun gab es zusätzlich aber auch ziemliche Unterschiede im Aussehen der "Britisch" und "Europäisch" Kurzhaar, zumindest in Deutschland. Man hatte einmal über Perser gezogene Blaue oder auch Creme - und zum Anderen die über Hauskatzen gezogene Experimentalfarben, z.B. Bicolour oder Tabbies. Diese ganze Bandbreite sollte nun also zu einer Rasse gehören und nach einem Standard gerichtet werden?

Die Blauen und Creme entsprachen durch langjährige Zucht am ehesten dem Standard der Britisch Kurzhaar. Alle anderen Farben fanden mal hier und da einen Liebhaber, der einige Zuchtversuche machte, aber meistens bald wieder aufhörte. Natürlich hatte man es auch auf Ausstellungen mit diesen neuen Farben schwerer.

1982 kam es dann zur Trennung von BKH und EKH. Und zwar auf Antrag der Skandinavier, die ihre Europäisch Kurzhaarkatzen mit großer Intensität züchteten. Erst einmal war die Aufregung groß, vor allem bei den Züchtern, die Mischformen aus BKH (Kartäusern) und Hauskatzen hatten. Man musste sich nun entscheiden, in welche Richtung man züchten wollte: die schlankeren Europäer - dort durfte man ab sofort keine Chartreux und schon gar keine Perser mehr einkreuzen - oder die stämmigen Britisch Kurzhaar.

 

Inzwischen haben sich in der FIFe die Fronten geklärt:
1. Die Chartreux gibt es in Deutschland nur noch selten. Sie wird hauptsächlich in Belgien, Frankreich, sowie vereinzelt in der Schweiz und in Luxemburg gezüchtet.

2. Der Begriff Britisch Kurzhaar blau (Kartäuser) gehört seit 1991 endgültig der Vergangenheit an. Alle früher in Deutschland unter diesem Stammbaum-Namen gezüchteten Katzen, heißen heute nur noch Britisch Kurzhaar blau. Dies um Diese eindeutig von den im Ausland noch existierenden Original-Kartäusern (Chartreux) abzugrenzen.

3. Bei den BKH hat die Farbvielfalt zugenommen. Es wurden und werden immer mehr Farben anerkannt. Diese sind oft sehr typvoll, aber das Fell lässt noch bei vielen Katzen die Perservorfahren erkennen.

4. Die EKH müssen rein gezüchtet werden. Sie sind eine eigenständige Rasse, die vorwiegend in Skandinavien, Italien und den osteuropäischen Ländern gezüchtet wird.

Eine Verwirrung entsteht leider dadurch, dass andere Verbände, die nicht der FIFe angehören, die Katzen, die wie unsere Briten aussehen, nach wie vor Kartäuser (blau) und Europäisch Kurzhaar (alle anders farbigen) nennen. Dabei handelt es sich aber nur um verschiedene Begriffsbestimmungen. Der Standard ist der selbe, wie für unsere Britisch Kurzhaar.

 

Weiß (-w)
Weiß mit blaue Augen w 61
Weiß mit orange Augen w 62
Weiß mit ungleichen Augen (odd-eyed) w 63
Pointed weiß (mit blaue Augen) w 67
 
Augenfarbe w 61 dunkelblau
w 62 kupfern oder dunkelorange
w 63 odd eyed: ein Auge dunkelblau, das andere kupfern oder dunkelorange
w 67 ein lebhaftes Blau
Fellfarbe reines Weiß ohne jede Musterung oder Schattierung jeglicher Art
Nasenspiegel u. Fußballen rosa
 
 

Schwarz (-n)

Fußballen schwarz 
Fellfarbe kohlschwarz, einheitlich von den Haarspitzen bis zu den Haarwurzeln, ohne jede rostige Spuren, ohne weiße Haare oder andere Musterungen. Keine graue Unterwolle.
Nasenspiegel schwarz
Anmerkungen Jungtiere haben bis zu 5 - 6 Monaten oft eine sehr schlechte Farbe. Ihr Fell ist grau, rostig oder mit weißen Haaren gestichelt. Diese Jungtiere werden oft exzellente schwarze Erwachsene.
 

Blau (-a)                                                                                            

Fellfarbe alle Farbtöne von blaugrau, einheitlich und gleichmäßig in der Farbe, ohne jede weiße Haare, Schattierungen oder andere Musterungen. Ein hellerer Ton von blaugrau wird bevorzugt.
Nasenspiegel u. Fußballen blaugrau
 

                                    Blau

Chocolate (-b)

Fellfarbe alle Farbtöne von warmem Braun (schokoladenfarben) werden akzeptiert, die Farbe muss einheitlich und gleichmäßig sein, ohne weiße Haare oder andere Musterungen. Keine graue Unterwolle.
Nasenspiegel milchschokoladefarben
Fußballen zimt- bis milchschokoladefarben
Anmerkungen Das Fell der Jungtiere ist bis zu 5 - 6 Monaten oft ungleichmäßig dunkel- oder hellbraun.
Es gelten dieselben Anmerkungen wie für die Farbe Schwarz

 

Lilac (-c)
Fellfarbe abgeschwächtes Lilac mit einem leichten rosa Schimmer, die Farbe muss einheitlich und gleichmäßig sein, ohne weiße Haare oder andere Musterungen. Keine graue Unterwolle.
Nasenspiegel lavendelrosa, abgeschwächtes Lilac
Fußballen lavendelrosa, abgeschwächtes Lilac
Anmerkungen Es gelten dieselben Anmerkungen wie für die Farbe Schwarz

Rot (-d)
Fellfarbe tiefdunkles, klares und leuchtendes, warmes Rot, einheitlich und gleichmäßig von den Haarspitzen bis zu den Haarwurzeln, ohne jede hellere Schattierungen oder Musterungen
Nasenspiegel ziegelrot oder rosa
Fußballen ziegelrot oder rosa
Anmerkungen Leichte Schattierungen im Gesicht und an den Beinen sind erlaubt
Dunkle Pigmentflecken am Nasenspiegel und auf den Lippen sind erlaubt.
Dunkle Schnurrhaare sind erlaubt.

 

Crème (-e)
Fellfarbe helles, reines Pastellcreme, ohne warmen Ton, einheitlich und gleichmäßig von den Haarspitzen bis zu den Haarwurzeln, ohne jede hellere Schattierungen oder Musterungen
Keine helle oder weiße Unterwolle
Nasenspiegel rosa
Fußballen rosa
Anmerkungen Leichte Schattierungen im Gesicht und an den Beinen sind erlaubt
Dunkle Pigmentflecken am Nasenspiegel und auf den Lippen sind erlaubt.
Dunkle Schnurrhaare sind erlaubt.

 

Schildpatt (-f/-g/-h/-j/-q/-r)
Farbe EMS- Code Fellfarbe Nasenspiegel Fußballen
SCHWARZ
SCHILDPATT
f schwarz und (dunkel und/oder hell) rot gefleckt und/oder vermischt ziegelrot/rosa und/oder schwarz ziegelrot/rosa und/oder schwarz
BLAU
SCHILDPATT
g hell blaugrau und hellcreme gefleckt und/oder vermischt rosa und/oder blaugrau rosa und/oder blaugrau
CHOCOLATE
SCHILDPATT
h milchschokoladen und (dunkel und/oder hell) rot gefleckt und/oder vermischt hellrot/rosa und/oder milchschoko- ladenfarben hellrot/rosa und/oder milchschoko- ladenfarben
LILAC
SCHILDPATT
j abgeschwächtes Lilac mit leichtem rosafarbenen Ton und hellcreme gefleckt und/oder vermischt hellrosa und/oder lavendelrosa hellrosa und/oder lavendelrosa
CINNAMON
SCHILDPATT
q warmes zimtfarbenes Braun und (dunkel und/oder hell) rot gefleckt und/oder vermischt rosarot/rosa und/oder zimtfarbenes Braun rosarot/rosa und/oder zimtfarbenes Braun
FAWN
SCHILDPATT
r warmes Beige-Fawn (beige-rehfarben) und hellcreme gefleckt und/oder vermischt rosa und/oder rosafarbenes Fawn rosa und/oder rosafarbenes Fawn

 
Fellfarbe Beide Farben müssen gleichmäßig über den ganzen Körper, einschließlich der Extremitäten, verteilt sein Eine Flamme, in rot/creme, im Gesicht ist erwünscht Die Farben sollen klar und leuchtend sein. Die Farben können untereinander vermischt sein und/oder in Flecken auftreten. Große und/oder kleine Flecken in der Farbverteilung sind erlaubt.
Anmerkungen Jungtiere haben oft eine graue Unterwolle, die toleriert werden sollte, da diese verschwindet, während das Jungtier heranwächst 2 oder 3 Haare bilden bereits einen Fleck.
Fehler Fell: Tabby-Musterung innerhalb der roten/cremefarbenen Farbpartie und/oder im Gesicht bei Non-Tabby Varietäten

 

Smoke (-n/-a/-b/-c/-d/-e/-o/-p/-s/-f/-g/-h/-j/-q/-r/-s)
Farbe EMS- Code Fellfarbe Nasenspiegel Fußballen
SCHWARZ
SMOKE
ns schwarz getippt schwarz  schwarz 
BLAU SMOKE as blaugrau getippt blaugrau blaugrau
CHOCOLATE
SMOKE
bs schokoladefarben getippt milchschoko- ladenfarben zimt- bis milchschoko- ladenfarben
LILAC
SMOKE
cs lilac getippt mit leichtem rosa Ton lavendelrosa lavendelrosa
ROT
SMOKE
ds rot getippt rosa rosa

 
Fellfarbe Die Haare sind in der jeweiligen Farbe getippt, mit schmalem silberweißem Band am Haaransatz, das nur sichtbar wird, nimmt man die Haare auseinander. Die Unterwolle ist silberweiß. In Ruhestellung wirkt die Katze wie eine einfarbige Katze, in Bewegung jedoch wird die silberweiße Unterwolle deutlich sichtbar. Die Katzen sind silbrig um die Augen und an der Basis der Augenbrauen. Halskrause und Ohrbüschel sind silberweiß. Eine Smoke-Katze ohne Geisterzeichnung wird bevorzugt.
Anmerkungen Eine Smoke-Katze ist eine Katze der Kontraste. Jungtiere haben oft noch Markierungen oder umgekehrten Kontrast, die gewöhnlich in der weiteren Entwicklung des Jungtieres verschwinden.

 

Shaded-Shell (-11/-12)

Fellfarbe Die Haare sind in der jeweiligen Farbe getippt. Das Tipping muss so gleichmäßig wie möglich sein. Das Tipping verläuft vom Rücken zu den Flanken und an der Vorderseite der Beine leicht auslaufend. Das Fell am Kopf, Ohren, Rücken und Schwanzoberseite müssen gleichmäßig mit Farbe getippt sein. Kinn, Ohrbüschel, Brust u. Bauch sowie die Innenseite der Beine u. die Unterseite d. Schwanzes müssen ohne Tipping sein.
Augen-/ Nasenumrandung Augen und Nasenspiegel sind mit der Farbe des Tippings umrandet.
Anmerkungen Diese Beschreibung gilt für alle Shaded/Shell-Varianten

 

Shaded (-11)                                                                                 
Fellfarbe Das Tipping macht ungefähr 1/3 der gesamten Haarlänge aus. Nicht geschlossene Ringe an den Beinen sind erlaubt. Das Fell an der Unterseite der Pfoten ist in der Farbe des Tippings gefärbt, Sohlenstreifen an den Hinterbeinen bis zum Gelenk.
Anmerkungen Insgesamt macht eine Shaded-Katze einen dunkleren Eindruck als eine Shell. Die Beschreibung und Fehler gelten für alle Shaded-Varietäten.
Fehler Beine : geschlossene Ringe an den Beinen

Körper : Flecken an Brust oder Bauch

Fell : ungleichmäßiges Tipping / durchgehend einfarbig gefärbte Haare / alle Tabby-Markierungen

                                                            Shaded-Silver

Shell (-12)
Fellfarbe Das Tipping macht ungefähr 1/8 der gesamten Haarlänge aus. Gesicht und Beine dürfen nur leicht und sehr hell getippt sein.
Anmerkungen Insgesamt macht eine Shell Katze einen helleren Eindruck als eine Shaded. Die Beschreibung und Fehler gelten für alle Shell Varietäten
Fehler Beine : geschlossene Ringe an den Beinen / Sohlenstreifen bis zum Gelenk an den Hinterpfoten

Körper : Flecken an Brust oder Bauch

Fell : ungleichmäßig einfarbig gefärbte Haare / durchgehend einfarbig gefärbte Haare / alle Tabby-Markierungen

 

Golden Shaded Shell (-y/-11/-12)
Fellfarbe Die Grundfarbe ist intensiver im Gesicht und am Rücken, hellerer Ton am Kinn, an den Ohrbüscheln, an den Flanken, am Bauch und an der Schwanzunterseite. Schnurrhaarkissen , Kinn und Brust können hell- bis dunkelcreme sein.
Grundfarbe SHADED : warmes Rotbraun bis Apricot
SHELL : helles Apricot (Pastellfarbe)
Nasenspiegel ziegelrot, mit der Farbe des Tippings umrandet
Augenumrandung wie die Farbe des Tippings
Fußballen dieselbe Farbe wie das Tipping
Anmerkungen - eine Golden ohne Tabby-Markierungen und Streifen und mit einer warmen Fellfarbe wird bevorzugt.
- Alle Fehler, die bei der allgemeinen Beschreibung von Shaded/Shell angeführt sind, gelten für alle Farbvarietäten.
Fehler Kopf : weißes Kinn
Fell : zu blasse Fellfarbe oder zu grauer Ton / graues Unterfell

 

Tabby-Muster (-21/-22/-23/-24/-25)
Tabby-Muster / Agouti Ein Agouti-Haar zeigt eine unterschiedliche Anzahl gelblicher Bänder (silberweißer Bänder bei Silbervarietäten, die durch die entspr. Fellfarbe voneinander getrennt sind /Ticking). Diese Agouti-Haare können über das gesamte Fell verteilt oder durch einfarbige Haare, die die verschiedenen Muster bilden, voneinander getrennt sein. Bei den meisten Rassen sollten diese einfarbigen Partien ohne jegliche getickte Haare sein.
Farbe der Zeichnung SCHILDPATT : Die Grundfarbe der Partien zwischen dem Muster ist mit der/n entsprechenden Farbe(n) getickt.

Bei Schildpatt-Tabby ist das Tabby-Muster in der Farbe der Schildpattflecken gefärbt, wobei die Schildpattflecken das Tabby-Muster überlagern.

 

Non Tabby Pointed (-n/-a/-b/-c/-d/-e/-f/-g/-h/-j/-33)
Zeichnung Wenn das Muster nicht eindeutig definiert werden kann, weder als gestromt noch als getupft oder getickt, wird der EMS-Code 21 für ein derartiges Muster verwendet.

Code 21 wird auch für folgende Varietäten verwendet:
- Tabby Van/Harlekin
- Tabby-Pointed

 

Gestromt (-22)

Zeichnung Auf der jeweiligen Grundfarbe befindet sich eine "dunkle”, klar definierte Zeichnung mit gutem Kontrast und ohne getickte Haare ("brindling”).
Eine Markierung in der Form eines "M” auf der Stirn, vom äußeren Augenwinkel läuft eine nicht durchbrochene Linie bis zur Hinterseite des Kopfes, sowie 2 bis 3 Spiralen auf den Wangen, Daumenabdruck auf den Ohren, auf der Brust befinden sich 2 halsbandartige geschlossene Ringe.
Senkrechte Linien auf der Hinterseite des Kopfes laufen bis zu den Schultern, wo sie in die Schmetterlingsabzeichen münden, der Schmetterling muß deutlich beide Flügelpaare erkennen lassen.
Die Zeichnung auf dem Rücken besteht aus einer vertikalen "dunklen” Linie, die sich von den Schmetterlingsabzeichen auf den Schultern bis zur Schwanzspitze erstreckt. Parallel zu dieser Linie befindet sich auf jeder Seite noch eine "dunkle” Linie. Diese 3 Linien sind deutlich voneinander durch die Grundfarbe abgegrenzt. Auf beiden Seitenflanken befinden sich große Flecken in der Grundfarbe, die deutlich von einer oder mehreren "dunklen”, nicht durchbrochenen Linien umrandet sind. Die Zeichnung sollte auf beiden Seiten gleich sein.
Von der Brust läuft abwärts über den Magen hin eine Doppelreihe von "dunklen” Punkten (buttons). Die Beine sind regelmäßig gestreift. Die Unterseite der Pfoten ist von "dunkler” Farbe. Der Schwanz ist gleichmäßig beringt und endet in einer einfarbigen Schwanzspitze.Fellmuster gestromt
 

Silver-Gestromt (classic)

Getigert (-23)

Zeichnung Auf der jeweiligen Grundfarbe befindet sich eine <dunkle>, klar definierte Zeichnung mit gutem Kontrast und ohne getickte Haare ("brindling”). Eine Markierung in Form eines "M” auf der Stirn sowie 2 bis 3 Spiralen auf den Wangen, Daumenabdruck auf den Ohren, auf der Brust befinden sich 2 halsbandartige geschlossene Ringe. Eine ununterbrochene Linie verläuft vom Kopf über den Rücken bis zur Schwanzspitze. Zahlreiche schmale, "dunkle” Streifen führen vertikal vom Rückgrat zum Bauch. Diese Streifen sind deutlich durch die Grundfarbe voneinander abgegrenzt. Die Zeichnung soll auf beiden Seiten gleich sein. Von der Brust läuft abwärts über den Magen hin eine Doppelreihe von "dunklen” Punkten (buttons). Die Beine sind regelmäßig beringt. Die Unterseite der Pfoten ist von "dunkler” Farbe. Der Schwanz ist gleichmäßig beringt und endet in einer einfarbigen Schwanzspitze.Fellmuster getigert

Getickt / Ticked Tabby (-25)
Zeichnung Körper und Extremitäten zeigen ein ausgeprägtes Ticking. Am Körper befindet sich keinerlei Musterung. Tabby-Markierungen im Gesicht und auf der Stirn. Daumenabdruck auf den Ohren. Ein bis zwei nicht durchbrochene oder durchbrochene Halsketten auf der Brust. Dunklere Schattierung entlang des Rückgrates. Feine, deutlich unterscheidbare Streifen an den Beinen. Die Unterseite der Pfoten ist von "dunkler” Farbe. Der Schwanz ist gleichmäßig beringt und endet in einer einfarbigen Schwanzspitze.Fellmuster getickt
 

                                                        Golden-Ticked-Tabby

 

Getupft (-24)

Zeichnung Auf der jeweiligen Grundfarbe befinden sich zahlreiche gut definierte "dunkle” Tupfen, rund oder oval, mit gutem Kontrast und ohne getickte Haare ("brindling”). Die Tupfen sind klar voneinander abgegrenzt und dürfen nicht ineinander laufen. Je zahlreicher die Tupfen sind, desto besser. Bei jeder Katze sollte die Tupfenform einheitlich sein; die Tupfen sind genauso bedeutend wie die Farbe, sie müssen jedoch mit der Grundfarbe harmonieren. Auf der Stirn befindet sich ein verzweigtes Tabby-”M” mit Markierungen, die sich zwischen den Ohren über den Kopf erstrecken, bis sie sich am Halsansatz und auf den Schultern in kleine Punkte auflösen. Linienzeichnungen um die Augen und auf den Wangen ("maskara markings”). Die Augen sind mit der dunkelsten Fellfarbe umringt und dann von der hellsten Farbe umgeben. Daumenabdruck auf den Ohren. Auf der Brust befinden sich ein oder zwei unterbrochene halsbandartige Ring. Die Punkte sollten auf den Schultern und über den Körper bis hinunter zu den Beinen verteilt sein. Eine leichte Linie entlang der Wirbelsäule ist erlaubt. Der Magen ist mit klar definierten Punkten bedeckt. Die Beine sind gleichmäßig beringt und/oder getupft. Die Unterseite der Pfoten ist von "dunkler” Farbe. Der Schwanz ist gleichmäßig beringt und endet in einer einfarbigen Schwanzspitze.Fellmuster getupft
 

Golden-Getupft                                                                                      Silver-Getupft

Van (-01)

Fell   Zwei Farbflecken im Gesicht, geteilt durch eine weiße Flamme. Ein Farbfleck beginnt auf der Kruppe und endet an der Schwanzspitze. Keine weißen Haare in den Farbflecken. Drei kleine, unregelmäßig verteilte Farbflecken auf dem Körper und/oder den Beinen werden toleriert. Brust und Bauch müssen weiß sein. Weiße Ohren mit rosa Ohrläppchen sind erwünscht.
  tabby Die Tabbyzeichnung kann gestromt, getigert, getupft oder undefiniert sein; alle Tabby-Muster der Vans werden mit demselben EMS-Code 01-21 registriert.
Nasenspiegel non-tabby non-schildpatt rosa oder analog der Farbe
    schildpatt Die Farbe kann gefleckt und/oder mit Rosa gesprenkelt sein.
  tabby rosa/rosarot, mit der jeweiligen Fellfarbe umrandet
Fußballen non-schildpatt rosa oder analog der Farbe
  schildpatt Die Farbe kann gefleckt und/oder mit Rosa gesprenkelt sein.
Anmerkungen   Alle Augenfarben einer Varietät werden zusammen in derselben Klasse gerichtet.
  tabby Tabby Vans werden zusammen in einer Klasse gerichtet, unabhängig von ihrer Zeichnung.

Fellmuster van

 
Harlekin (-02)
Fellfarbe   Die Farbflecken am Körper müssen mindestens 1/4 und dürfen maximal 1/2 der Körperoberfläche bedecken. Der Farbanteil sollte vorzugsweise aus verschiedenen, weiß umrandeten Flecken bestehen. Keine einzelnen weißen Haare in den Farbflecken.
  tabby Die Tabbyzeichnung kann gestromt, getigert, getupft oder undefiniert sein; alle Tabby-Muster der Harlekine werden mit demselben EMS-Code 02-21 registriert.
Nasenspiegel non-tabby non-schildpatt rosa oder analog der Farbe
    schildpatt Die Farbe kann gefleckt und/oder mit Rosa gesprenkelt sein.
  tabby rosa/rosarot, mit der jeweiligen Fellfarbe umrandet
Fußballen non-schildpatt rosa oder analog der Farbe
  schildpatt Die Farbe kann gefleckt und/oder mit Rosa gesprenkelt sein.
Anmerkungen   Alle Augenfarben einer Varietät werden zusammen in derselben Klasse gerichtet.
  tabby Ein weißes Kinn. Weiß führt nicht zu Punkteabzug

Tabby Harlekine werden zusammen in einer Klasse gerichtet, unabhängig von ihrer Zeichnung.

 
Bicolour (-03)
Fellfarbe   Die Farbflecken müssen deutlich voneinander abgegrenzt, gleichmäßig in der Farbe und harmonisch verteilt sein. Es darf maximal 2/3 und minimal 1/2 Farbe sein, der Rest ist weiß.

Eine weiße Blesse im Gesicht ist erwünscht. Weiß auf dem Rücken ist wünschenswert.

Keine einzelnen weißen Haare in den farbigen Partien.

  schildpatt Die Farbflecken sind groß und gut definiert und sollen über den ganzen Körper verteilt sein Die Farben müssen klar und leuchtend sein.
  tabby Die Tabbyzeichnung kann gestromt, getigert oder getupft sein
Nasenspiegel non-tabby non-schildpatt rosa oder analog der Farbe
    schildpatt Die Farbe kann gefleckt und/oder mit Rosa gesprenkelt sein.
  tabby rosa/rosarot, mit der jeweiligen Fellfarbe umrandet
Fußballen non-schildpatt rosa oder analog der Farbe
  schildpatt Die Farbe kann gefleckt und/oder mit Rosa gesprenkelt sein.
Anmerkungen   Große und kleine Flecken der beiden Farben in der Farbverteilung sind erlaubt.
  tabby Ein weißes Kinn. Weiß führt nicht zu Punkteabzug

Tabby Bicolour werden zusammen in einer Klasse gerichtet, unabhängig von ihrer Tabby-Zeichnung.

Fellmuster bicolor

 
Colourpoint (-33)
Points Die Abzeichen befinden sich im Gesicht (Maske), an den Ohren, den Beinen und am Schwanz. Die Abzeichen sollen so gleichmäßig wie möglich in der Farbintensität sein. Die Maske darf sich nicht über den Hinterkopf erstrecken, ist jedoch durch Farbspuren mit der Farbe der Ohren verbunden.
Körperfarbe Die Körperfarbe wird allmählich heller im Ton an Brust und Bauch. Es muss ein guter Kontrast zwischen Abzeichen und Körperfarbe bestehen.
Augenfarbe reines blau, so dunkel wie möglich
Anmerkungen Bei allen Farbvarietäten sind leichte Schattierungen am Körper, in der Farbe mit der Pointfarbe harmonisierend, erlaubt.

Eine dunklere Körperfarbe ist bei älteren Katzen erlaubt

Fehler Fell dunkle Flecken am Bauch und an den Flanken

Stichelhaare oder getickte Haare (brindling) in den Abzeichen

Streifen in den Points bei non-tabby Varietäten

Disqualifikation Augen jede andere Augenfarbe als Blau
  Beine weiße Zehen
  Fell weiße Flecken

                Seal-Point                                            Lilac-Point                                                                     Chocolate-Point   

Lilac-Point

Non Tabby Pointed (-n/-a/-b/-c/-d/-e/-f/-g/-h/-j/-33)

Points Solid Pointed Die Abzeichen sind in der jeweiligen Farbe
  Tortie Pointed Die Farbe ist mit Rot/Creme gefleckt und/oder vermischt; die Schildpatt-Flecken sind klar und deutlich Große und kleine Flecken sind erlaubt. Eine Flamme - in Rot/Creme - im Gesicht ist erwünscht.
Körperfarbe hell, vorzugsweise ohne Schattierung
 
Tabby Pointed (-n/-a/-b/-c/-d/-e/-f/-g/-h/-j/-21/-33)
Points Die Maske muss deutliche Tabbymarkierungen aufweisen, besonders rund um die Augen und die Nase; deutliche Streifen auf den Wangen und markierte (gepunktete) Schnurrhaarkissen. Die Ohren sind ohne Markierungen, aber mit Daumenabdruck. An den Beinen befinden sich verschieden lange Streifen, die sohlen an den Hinterbeinen sind einfarbig.
Körperfarbe hell, vorzugsweise ohne Schattierung
 

           Lilac-Tabby-Point                                                        Seal-Silver-Tabby-Point